Namensänderungen
 
Im Lauf der Geschichte hat es einige Namensänderungen gegeben. Dies ist darauf zurückzuführen, daß in früherer Zeit kaum jemand lesen und schreiben konnte. So kam es z.B. bei amtlichen und kirchlichen Eintragungen aufgrund des Sprachgebrauches oder der Auffassung des Schreibers zu unterschiedlichen Schreibweisen. Dies konnte aber auch ebenso bei der Eintragungen in Schiffslisten passieren.
 
Flenner
Hier handelt es sich um einen Familienzweig der in die USA ausgewandert ist. Geboren wurde der Auswanderer als Johannes Flender in Kreuztal-Bockenbach bei Siegen. Denkbar ist, daß er dann nach dem Namen gefragt, durch die Siegerländer Mundart ein "Flenner" geantwortete hat. Dies ist auch heute noch im Siegerland üblich. So ist mir auch noch absolut vertraut, daß dann (meist ältere) Leute sagen "Dat is n Flenner" oder "Flennersch Fritz sän jong".
Laut den aus den USA vorliegenden Daten1 ist bei Ihm das Geburtsdatum "um 1720" angegeben, was aber so evtl. nicht richtig ist. Bisher konnte noch kein Flender ermittelt werden zu dem diese Angaben zutreffen. Dies ist allerdings nur eine Frage der Zeit und wird hier dann auch mitgeteilt und die Verbindung ist ebenso im Stammbaum dann zu finden.
 
Flonder
Hier kann man auf der Seite http://www.ics.uci.edu/~dan/genealogy/Krakow/Families/Flender.html sehen, wie der in Krakau innerhalb einer Familie gewechselt hat. Hier bedarf es noch nähere Kontakte zu dem Verfasser dieser Seite um die Herkunft dieses Familienzweiges auf die Flender aus dem Siegerland zu ermitteln.
Bereits um 1580 soll es einen Hammerschmied Busch in Oliva/Westpreußen gegeben haben, der wohl identisch ist mit dem gleichzeitig dort erwähnten Henning Flender. Als im Jahre 1652 Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen Herrenmeister des Johanniterordens der Ballei Brandenburg wurde, die Ihren Sitz in Sonnenburg (poln. Slonsk) unweit Küstrin (poln. Kostrzyn) hatte, sandte er junge Bauernsöhne aus den Niederlanden und dem Siegerland in das Gebiet. Der "Soldatenkönig" - König Friedrich Wilhelm I. ermöglichte Auswanderungen aus Nassau-Siegen in das nach dem schwedisch-polnischen Krieg (1656/1657) verwüstete Ostpreußen, insbesondere in jenen Teil den man damals Preußisch-Litauen nannte. Am 26.03.1714 reichten 55 Mann ein Gesuch an den König und baten um Aufnahme in seinen Ländern. Einige Zeit danach wurden Siegerländer geschlossen in den Kreisen Stallupönen (Ebenrode) und Darkehmen (Angerapp) angesiedelt. Nach 1740 wanderten immer wieder Nassau-Siegerländer nach Ostpreußen ein2.
 
Flander / von Flandern
Die Nachkommen des von Siegen nach Bremen gezogenen Franz Flender nennen sich Flander und Flandern, auch von Flandern.
Ein Enkel: Franz Flander, get. Bremen 01.03.1641, gestorben nach 1701, 1670 ff. ref. Pastor Hohenlimburg, vor dem Rektor zu Tecklenburg 3.
 
Flander / Flinter
Nachsatz zu Jakob Peter Flender (ca.1616 bis ca 1668) *2.1.2.5.x.x.1.1. : "Von seien drei überlebenden Söhnen blieben zwei mit Ihren Nachkommen in Boschgotthardshütte; der Dritte begründete in Ludwigseck bei Erndtebrück den Wittgensteiner Ast; von dem ein Zweig in Nordamerika weiterblühte; dort wurde der Name in Flander und Flinter verändert." 4
 
1 Quelle: Genealogy of the Flenner Family by Nay
2 Quelle: H.-J. Reimann in der Sieger Zeitung am 02.10.1998 "Siegerländer vom Soldatenkönig gelobt
3 Quelle: Siegerländer Persönlichkeiten- und Geschlechter-Lexikon von Dr. Lothar Irle
4 Quelle: Geschichte der Familie Flender Band I-Seite 144
 
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Letzte Aktualisierung: 16.12.2009